Umweltüberwachung


Das Ökologiebüro ist in verschiedenen Bereichen der Umweltüberwachung tätig.

 

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit in der Umweltüberwachung liegt darin, die spezifischen Umwelt-Auswirkungen bestimmter Emittenten von denen anderer Quellen oder natürlicher Einflüsse zu unterscheiden. Für derartige Aufgabenstellungen sind integrierte Monitoringprogramme erforderlich, die für Fallstudien von uns entwickelt und erfolgreich angewandt wurden.

Ein Integriertes Monitoring Programm wird den speziellen Anforderungen der Emissionsquelle und der ökologischen Spezifikation der betroffenen Umgebung angepaßt. Für die Definition des Untersuchugnsraumes und die Auswahl von Verfahren und Standorten beginnen wir meist mit einem Ausbreitungsmodell auf Basis von Emissionsdaten. Darüber lassen sich Erwartungswerte gewinnen, wie sich die Umweltschadstoffe in Raum und Zeit verteilen, die dann in der Untersuchung gezielt geprüft werden. Damit wird eine effiziente Auslegung solcher Studien ermöglicht, da wesentlich weniger Proben als bei konventionellen Katastern nötig sind und bei gleichzeitig deutlich besserer Aussagekraft.

Für komplexe Aufgaben wie diese wurde unter Federführung des Ökologiebüros und des Forstsachverständigenbüros Schlechtriemen das interdisziplinäre Projektteam TIEM - Team Integrated Environmental Monitoring gegründet, in dem Wissenschaftler und Labors verschiedener Fachrichtungen zusammenwirken.

Das unten angeführte Schema zeigt beispielhaft prinzipielle Komponenten einer Integrierten Umweltüberwachung zur Emittentendifferenzierung, die hier aus vier Hauptelementen besteht:

·        Die räumliche Differenzierung über den Vergleich der Verteilungen charakteristischer Luftschadstoffe und deren ökologischen Auswirkungen.

·        Die stoffliche Differenzierung mittels chemischen Fingerprinting: Über charakteristische Stoffmuster lassen sich die spezifischen Auswirkungen einzelner Emissionsquellen von denen der Hintergrundbelastung und anderer Quellen unterscheiden.

·        Die zeitliche Differenzierung über Schadstoff- und Wirkungschronologien: z.B. Zeitreihen der Umweltbelastungswirkungen aus der Analyse von Jahrringen auf Schadstoffeinlagerungen und Zuwachsänderungen im Abgleich mit der Emissionsentwicklung.

·        Die ökologische Spezifikation: immissionsökologische Einflüsse und Wirkungen sind entscheidend von den unterschiedlichen ökologischen Gegebenheiten abhängig. Für eine realistische Einschätzung von Umweltrisiken ist es daher erforderlich in Ergänzung zu standardisierten Erfassungen die immissionsökologische Variation ausreichend zu berücksichtigen.

 


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Die Ergebnisse aus den einzelnen Untersuchungen werden in einem integriertem Entscheidungsmodell miteinander verknüpft, so daß die spezifischen Auswirkungen der Luftverschmutzung durch bestimmte industrielle Emissionsquellen auf plausible und nachvollziehbare Weise eingeschätzt werden können. Die Aussagesicherheit wird hierbei über das Maß der Übereinstimmung aus den verschiedenen Verfahrensansätzen der räumlichen, stofflichen, zeitlichen und ökologischen Differenzierung bestimmt.

Daraus lassen sich dann konkrete Empfehlungen ableiten, die von praktischer Relevanz sind:

  • Die Resultate dienen als Entscheidungsgrundlage für das Management von der Risikoanalyse bis hin zu praktischen Vorgaben zur Emissionsminderung und Schadensabwehr.
  • Die Auswirkungen durch einen Emittenten können räumlich dargestellt und in graduell abgestufte Belastungs- und Referenzbereiche abgegrenzt werden.
  • Die spezifische Zusatzbelastungswirkungen bestimmter Immissionsquellen können in Bezug zu anderen Einflüssen relativiert werden.
  • Dies ist für alle Standortbereiche im Untersuchungsraum Bereich möglich, was von besonderem Interesse sein kann für konkrete Schadensfälle bzw gerichtliche und außergerichtliche Verhandlungen.
  • Es können Zielwerte zur Luftreinhaltung abgeleitet werden, die eine konkrete Auslegung technischer Maßnahmen ermöglichen und die der jeweiligen ökologischen Situation gerechter werden als allgemeine Grenzwerte.

 


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Aktualisiert am 14.11.2002, Frank Müller